Informationen

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Öffnungszeiten

Di – So: 12 – 17 Uhr

Das Kulturzentrum Sinsteden ist Montags und Feiertags sowie zwischen Weihnachten und Neujahr gemäß besonderem Aushang geschlossen.

Für Schulklassen, Kindergärten und Gruppen ist das Kulturzentrum Sinsteden nach Vereinbarung geöffnet.


Eintrittspreise

Für das Kulturzentrum Sinsteden wird folgender Eintritt erhoben:

  • Erwachsene: 4,- Euro
  • Kinder, Jugendliche, Inhaber der Julaica und Schwerbehinderte: 1,50,- Euro
  • Familien: 7,- Euro
  • Familien bei Vorlage der Familienkarte des Rhein-Kreises Neuss: 6,- Euro
  • Gruppen von mind. 6 Personen gilt pro Person: 3,- Euro
  • Museumspädagogische Führungen gilt pro Schüler: 1,-  Euro

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Jeden 1. Samstag im Monat sowie jeden Mittwoch ist der Eintritt für Einwohner des Rhein-Kreises Neuss frei!   Freien Eintritt haben Kinder unter 6 Jahren sowie nachstehender Personenkreis gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises:

  • Mitglieder des Deutschen Museumsbundes
  • Mitglieder des Internationalen Museumsverbandes (ICOM )
  • Mitglieder Freunde des Kulturzentrums Sinsteden e.V.
  • Mitglieder des Fördervereins des Landwirtschaftsmuseum
  • Mitglieder des Kulturausschusses des Rhein-Kreises Neuss

Inkrafttreten
Diese Nutzungs- und Entgeltordnung tritt am 01.05.2012 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Nutzungs- und Entgeltordnung vom 01.01.2009 außer Kraft.


Zur Gründung und Aufbau des Kulturzentrums Sinsteden

Zwei Sammlungen, die gegensätzlicher nicht sein können, bilden das Kulturzentrum Sinsteden des Rhein-Kreises Neuss. Es sind die Skulpturen – Hallen Ulrich Rückriem und das Landwirtschaftsmuseum. Der Rhein-Kreis Neuss, der zwischen den Städten Köln, Düsseldorf und Mönchengladbach liegt, ist seit jeher stark landwirtschaftlich geprägt. Um diese Tradition aufrecht zu erhalten, fasste der Kreistag 1989 einen Grundsatzbeschluss zur Gründung eines Landwirtschaftsmuseums. Es war ein mutiges Unterfangen, denn zu diesem Zeitpunkt war weder ein Haus noch eine adäquate Sammlung vorhanden. In Sinsteden, einem Ortsteil der Gemeinde Rommerskirchen, befand sich eine bis dahin landwirtschaftlich genutzte und recht verfallene Hofanlage. Der nach fränkischen Vorbildern errichtete Vierkanthof aus dem 19. Jahrhundert und das dazugehörige vier Hektar große Außengelände wurden angekauft und in den kommenden Jahren nach und nach restauriert. Gleichzeitig begann man eine landwirtschaftliche Sammlung zusammenzustellen. Zahlreiche Landwirte und Sammler der Region wurden angesprochen und um Leihgaben gebeten, da es keinen Ankaufsetat gab. Schon bald kamen die ersten landwirtschaftlichen Geräte ins Museum, die zwar restaurierungsbedürftig waren, aber wunderbare Zeitzeugen für die Technisierung der Landwirtschaft darstellten. Als die Ausstellungsfläche im Hof für die großen Geräte zu klein wurde, pachtete der Rhein-Kreis Neuss 1993 eine 3.000 m große Lagerhalle an, die sich in direkter Nachbarschaft befand. 2006 wurde die Halle für das Landwirtschaftsmuseum schließlich angekauft. Eine Sanierung der Halle steht noch aus. Die Firma CASE IH, die bis 1997 ein großes Werk im Neusser Hafen betrieb, stellte eine größere Anzahl alter landwirtschaftlicher Geräte zur Getreideernte und Traktoren zur Verfügung und übergab diese zusammen mit dem letzten vom Band gelaufenen Traktor, einem Maxxum, an das Kulturzentrum Sinsteden. Mit dieser Sammlung erhielt das Landwirtschaftsmuseum überregionale Bedeutung, da nun die Technisierung der Landwirtschaft über einen längeren Zeitraum anschaulich an gut erhaltenen und restaurierten Geräten dargestellt werden kann. Um die landwirtschaftliche Sammlung zu ergänzen und die Einrichtung für viele Besucher attraktiv zu gestalten, wurden weitere Förderer gesucht, die einen Bezug zur Landwirtschaft haben. Die Kreiszüchterzentrale setzt sich für die hiesige Tierzucht ein und stellt seit 1998 als Dauerleihgabe das Rheinische Kaltblutarchiv zur Verfügung. Gerade die Kaltblutpferde, die mit ihrer Kraft unterschiedlichste landwirtschaftliche Geräte zogen und über den Göpel Maschinen antreiben konnten, waren für die Entwicklung der Landwirtschaft vor allem bis Mitte des 20. Jahrhunderts unentbehrlich. Mitte der 50er Jahre des 20.Jahrhunderts wurde ihre Arbeitskraft von Traktoren ersetzt und die Kaltblutzucht wurde nicht weiter betrieben. Die archäologische Sammlung der Gemeinde Rommerskirchen kam als Leihgabe 1997 ins Landwirtschaftsmuseum und zeigt Fundstücke eines Bauernhofes aus römischer Zeit. Die Sammlung wurde von dem LVR erweitert und mit weiteren Leihgaben, wie zwei antiken Sarkophagen, ergänzt.

Auf dem Gelände des Landwirtschaftsmuseums und hinter dem Vierkanthof gelegen wurden vom Rhein-Kreis Neuss, der Stiftung zur Kulturpflege und Kulturförderung der Sparkasse Neuss und Ulrich Rückriem 1993 zwei weitere schlichte Hallen errichtet, in denen die Skulpturen des Bildhauers Ulrich Rückriem dauerhaft ein neues Zuhause fanden. Skulpturen können neben der Installation im Innenraum auch in den Außenbereich gestellt werden, was Ulrich Rückriem seit den Anfängen seiner bildhauerischen Tätigkeit realisiert. Entsprechend seiner Kunstauffassung für den Innenraum steht die Skulptur im Außenbereich in Bezug zu ihrem vorgefundenen Umfeld, einer Architektur, einem Platz oder einer Landschaft. Im Gegensatz zu der möglichst neutralen Kulisse im Innenraum sucht Rückriem in den Außenanlagen den bewussten Dialog mit der Natur und schafft eine gleichwertige Verbindung. Die Grünanlage, die beide Einrichtungen miteinander verbindet und gemeinschaftlich von Ulrich Rückriem und dem Rhein-Kreis Neuss neu gestaltet wurde, zeigt verschiedene Aspekte der Landschaft und Landschaftsgestaltung, die auf die Kunst ebenso Bezug nehmen wie auf das Landwirtschaftsmuseum. Hier zeigt sich die Verbindung beider Einrichtungen. Seit 2011 gehören die Außenanlagen des Kulturzentrums Sinsteden zum European Garden Heritage Network (EGHN), dem europäischen Gartennetzwerk. Es fördert die Erschließung kulturinteressierter Zielgruppen, die Vernetzung mit der regionalen Kulturlandschaft und der Gartenkultur, um damit die Attraktivität ihrer überwiegend historischen Park- und Gartenlandschaften zu steigern und mehr Menschen für sie zu begeistern. Im internationalen Austausch werden innovative Projekte entwickelt und umgesetzt, die gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung der Region fördern sollen.

Um auch über die Rückriem – Hallen hinaus zeitgenössische Kunst zu fördern, wird einmal im Jahr eine größere Kunstausstellung in den Räumen des Hofes realisiert. Künstlerinnen und Künstler werden eingeladen, sich die Räume anzusehen und speziell für diesen Ort Werke zu schaffen oder gemeinsam mit den Mitarbeitern des Kulturzentrums Sinsteden eine Ausstellung zu konzipieren. Abraham David Christian, Danica Dakic, Joachim Elzmann, Magdalena Jetelova, Jürgen Klauke, Maria Lehnen, Klaus Mettig, Petra Ottowski, Ulrich Rückriem, Michael Snoek oder Horst Wackerbarth haben hier bereits Projekte und Ausstellungen realisiert.

Die räumliche Nähe der Einrichtungen gibt Besuchern, die sich zunächst nur für das Landwirtschaftsmuseum interessieren die Möglichkeit, einen Zugang zur zeitgenössischen Kunst zu finden. Das gleiche gilt für Besucher der Skulpturen-Hallen, die sich das Landwirtschaftsmuseum ansehen und mit Fragen der Landwirtschaft konfrontiert werden. In Gesprächen mit Besuchern und während Führungen werden manchmal Vorurteile gegen moderne und zeitgenössische Kunst oder ein romantisch verklärtes Bild von der Landwirtschaft geäußert. In beiden Bereichen möchte das Kulturzentrum Sinsteden nicht nur Interesse an Neuem und Unbekanntem wecken, sondern auch auf die vielfältigen Bereiche der Landwirtschaft und die der Kunst verweisen.   Größere Veranstaltungen wie der rhenag rheinische Tiertag am zweiten Wochenende im August, das Blues Festival ‚Goin’ to my hometown‘ im Juni oder der Blues Brunch am ersten Sonntag im August, der mit zum Rheinischen Kultursommer der Region Köln Bonn zählt, sind beliebte Highlights dieser Einrichtung.   Die Einrichtung ist seit ihrer Eröffnung von der Öffentlichkeit gut angenommen worden, wie die recht hohen Besucherzahlen, es sind jährlich um die 20.000 Gäste, zeigen. Das Café Stüffje im Innenhof lädt mittags zum Essen oder zu Kaffee und Kuchen ein.


Das Café ‚Stüffje’ im Kulturzentrum Sinsteden

Nachdem die linke Hofseite saniert war, wurde auf die Rekonstruktion kleinerer Werkstätten, einer Schmiede, einer Stellmacherei und einer Weberei zu Gunsten eines Cafés verzichtet. Die ersten zwei Jahre, ab 1998 betrieb es Horst Lichter aus Butzheim, von dem es Dietmar Zachäus übernahm und während der Öffnungszeiten des Kulturzentrums Sinsteden und darüber hinaus eine erstklassige Küche und selbstgebackenen Kuchen anbietet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Dank an unsere Sponsoren 2016

Rhenag | Siegburg, RWE Power AG | Köln, Stiftung Kulturpflege und Kulturförderung der Sparkasse Neuss, Ali Kaplan Dachtechnik | Rommerskirchen, KÜS | Rommerskirchen, Reifen Schuster | Rommerskirchen, ELOTEC | Rommerskirchen, Country Immobilien GmbH, Gothaer Versicherung | Köln, Mitsubishi Hitachi Power Europe, Neuss-Düsseldorfer Häfen | Neuss, medicoreha | Neuss, Kreiswerke Grevenbroich GmbH | Grevenbroich, Janssen | Neuss, Pick | Grevenbroich, Toshiba Europe GmbH | Neuss, VR Bank Dormagen, Regionale Kulturförderung des Landes NRW, LVR