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Superbia – Stolz und Eitelkeit

Heilandt Kaffeemanufaktur

09. Juli bis 27. September 2020

Nach den erfolgreichen und sehr gut besuchten Ausstellungen zu den sieben Todsünden „Neid – Der böse Blick zum Nachbarn“ 2010, „Völlerei – genug kann nie genügen“ 2012, „Zorn – zwischen Macht und Gerechtigkeit“ 2014 und der „Acedia – Trägheit und Langeweile“ 2016 wird die Reihe zu den sieben Todsünden im Kulturzentrum Sinsteden mit einer weiteren, der Superbia, fortgesetzt.

Über Jahrhunderte haben sich Künstlerinnen und Künstler mit dem Thema der Superbia, mit Stolz und Eitelkeit, beschäftigt. Bildnisse von Königen und Regenten aber auch Selbstbildnisse von Künstlern zeigen stolze und beeindruckende Haltungen. Stolz ist als menschliche Emotion in unterschiedlichen Kulturen als Geste und Gebärde verständlich, die aufrechte Körperhaltung und der zurückgelegte Kopf benötigten keine Interpretation. In der heutigen Zeit werden die Bildnisse durch Selfies ersetzt. Mit einem inszenierten Hintergrund laden wir Besucher zu Selfies ein.

Wenn der Stolz überhandnimmt und eine Selbstverliebtheit oder Hybris entsteht, dann ist das Scheitern vorprogrammiert, wie es in zahlreichen Mythologien, Sagen und Geschichten beschrieben wird. Bei Schneewittchen ist es die Königin, die den Spiegel befragt, wer die schönste im ganzen Land sei. Und in der griechischen Mythologie ertrinkt Narziss selbstverliebt in seinem eigenen Spiegelbild.

Um Menschen vor ihrer Eitelkeit zu warnen, entstanden seit der Neuzeit zahlreiche Vanitas-Stillleben und Darstellungen von Totentänzen, die den Betrachter an die eigene Sterblichkeit und Vergänglichkeit erinnern sollten. Die verwendeten Symbole Motive wie der Totenschädel, die Sanduhr oder Seifenblasen sind heute von ihrer ursprünglichen Bedeutung losgelöst und werden in der Mode und im Alltag selbstverständlich als Schmuckelemente eingesetzt. Wir finden sie dekorativ auf Jacken und Mützen ebenso, wie beim Karneval und auf Parfüm-Flacons.