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Ausstellungen

Aktuelle Ausstellungen

Foto: Tomas Sennett, Galoppierende Pferde am Strand, Humboldt County, 1972. National Archives at College Park, Maryland.

MYTHOS (WILD-) PFERDE

05. Dezember 2025 bis 24. Mai 2026

Das diesjährige Themenjahr „Freiheit-vrijheid“ des kulturgeschichtlichen Museumsnetzwerks Rhein-Maas gab die Vorlage für unsere Ausstellung im Kulturzentrum Sinsteden mit dem Thema „Mythos (Wild-) Pferde“.

Die Entwicklung des Menschen geschah auf dem Rücken domestizierter Pferde. Sie waren nicht nur Nahrung, sondern vor allem Transportmittel, Zugtier und Symbol des gesellschaftlichen Aufstiegs. Die enge und über Jahrtausende bestehende Verbindung von Pferd und Mensch prägte verschiedenste Kulturen und schuf zahlreiche Mythen. Wildpferde sind seit langem ausgestorben und nur noch Höhlenmalereien oder sehr alte Artefakte erinnern an ihre Existenz. Die heute noch freilebenden Pferdeherden sind verwilderte Hauspferde. Da ihr Lebensraum durch den Menschen immer stärker beansprucht wird und Ressourcen- und Wildtierkonflikte weiter zunehmen, verringert sich die Population freilebender Pferde stetig – bis auch sie irgendwann zum Mythos werden.

Zahlreiche private SammlerInnen haben Leihgaben zur Verfügung gestellt. Bei den Leihgebern möchte ich mich ebenso bedanken wie beim Kulturraum Niederrhein e. V. für die Organisation des Themenjahres „Freiheit“. Beim Land Nordrhein-Westfalen und dem Verein der Freunde des Kulturzentrums Sinsteden e. V. möchte ich mich für die finanzielle Unterstützung bedanken.

Presse: rp-online.de
Pressemeldung: rhein-kreis-neuss.de

Ulrich Rückriem „50 Years“

13. Juni 2024 bis 31. Mai 2029

In der 7-teiligen Werkgruppe „50 Years“ sind die zentralen Themen, Materialien und Techniken aus Ulrich Rückriems Oeuvre aus 5 Jahrzenten zu sehen. Je nach Material folgen die sieben Werke mal mehr, mal weniger dem von Rückriem häufig angewandten Prinzip der Teilung und anschließender Zusammenfügung. Dieses „Teilungssystem“ das er über die Jahre vielfältig variiert und weiterentwickelt hat, kommt insbesondere in der Steinarbeit zum Vorschein, die in der für Rückriem typischen Art und Weise gespalten und zusammengesetzt wurde. Die verschiedene Behandlung der einzelnen Teile durch Polieren und Schleifen bewirkt dabei eine unterschiedliche Wirkung der Oberflächen. Dies findet sich auch bei den Stahlplatten, die als Ergänzungsstücke zusammengefügt sind.

Die Materialität steht bei Rückriems Werken stets im Vordergrund. Seit den späten 1960er Jahren arbeitet der Künstler mit Stein, Stahlplatten, Eisenstücken und Holz. Die Eigenschaften des Materials bestimmen und begrenzen die Möglichkeiten der Gestaltung und verdeutlichen die Arbeitsprozesse in den weiteren Arbeiten: der Stahl wird gehämmert und geformt, Holzbalken zusammengefügt, Eisenstäbe gedreht, geformt und verbunden, die Holzfaserplatte geschnitten und mit Graphit überzogen. Es kommt zur Übereinstimmung zwischen Form, Material und dem sichtbarem Werkprozess.

Die sieben Arbeiten stammen aus verschiedenen Schaffensperioden. Sie sind im Zeitraum von 1969 bis 2019 entstanden und wurden von Rückriem zu einer Werkgruppe zusammengefügt, um sein konsequent minimalistisches Konzept zu verdeutlichen. Die Werkgruppe bildet einen schönen Überblick über die Arbeitsweise von Ulrich Rückriem in seinem künstlerischen Schaffen seit über fünf Jahrzehnten.

Dank an Ulrich Rückriem, die Sammlung Viehof und die Galerie Löhrl für die Leihgaben der Ausstellung.

Kulturzentrum Sinsteden