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Vortrag Dr. med. Joachim Gutzke: Die Irrenanstalt vor den Toren der Stadt – Eine kurze Geschichte der Psychiatrie und der Ausgrenzung von psychisch Kranken und anderen missliebigen Menschen
![]() | Bevor es Heil- und Pflegeanstalten gab, wurden „Narren“ und „Tollen“ jahrhundertelang unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht und verwahrt.Im Laufe des 19. Jahrhundert wandelte sich die Sicht auf die Patienten, von ausgegrenzten „Irren“ zu Kranken mit einem Anspruch auf ärztliche Hilfe. Philipp Andreas Kilian: Pesthof in Hamburg, 1750. Kolorierter Kupferstich. gemeinfrei. |
Repräsentativ angelegte Landeskrankenhäuser wurden meistens vor den Toren einer Stadt gebaut, die später als Heil- und Pflegeanstalten bezeichnet wurden. Doch auch heute noch haben Psychisch Kranke immer noch kein gutes Image. Sie gelten als unheimlich, unberechenbar und gefährlich. Bei Amokläufen und anderen schlimmen Verbrechen, wird oft die Vermutung geäußert, dass der Täter eventuell psychisch krank ist. Viele psychische Erkrankungen lassen sich mittlerweile gut und erfolgreich behandeln, oder zumindest lindern und die Coming Outs prominenter Menschen helfen, die Krankheiten auch gesellschaftlich anzuerkennen. Der Eintritt ist frei.
Dr. med. Joachim Gutzke ist Dozent im Malteser Bildungszentrum Euregio Aachen und Kooperationspartner des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Universitätsklinik Aachen, sowie Mitglied im Landeskuratorium Leprahilfe Nordrhein-Westfalen.
